Zauber der Panflöte
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Einen
faszinierenden Abend erlebten am 18. November 2002 über hundert
Konzertbesucher in der Oberroter Bonifatius-Kirche. Ion Malcoci zog sie
auf virtuose Weise in den Zauber der Panflöte. Begleitet wurde er dabei
meisterhaft von Gabriel Dorin an der Orgel, dem E-Piano und mit der
Violine.
Die beiden rumänischen Musiker boten eine gelungene Mischung aus
klassischer Musik und Volksweisen aus ihrem Heimatland auf. Ruhige fast
schwermütige Melodien wechselten so mit tänzerischen Rhythmen ab. Vor
dem inneren Auge des Hörers zogen dabei die weiten Landschaften im
Süden Rumäniens ebenso vorbei wie ausgelassene dörfliche Feste.
Bei
den klassischen Stücken waren bekannte Werke wie Schumanns „Träumerei“
oder Tosellis „Serenade“ zu hören, die durch die ungewohnte
Instrumentalisierung ganz neu und unverbraucht wirkten. Zu wahrer
Höchstform lief Ion Malcoci bei Paganinis „Carneval in Venedig“
auf. Passagen mit atemberaubenden Melodieläufen bewältigte er
meisterhaft und scheinbar ohne jede Mühe. Das Auge des Zuschauers
vermochte dabei kaum dem rasanten Hin und Her der Panflöte zu folgen.
Besonders eindrucksvoll war eine Gruppe von Stücken, bei denen Gabriel
Dorin mit der Violine die Panflöte begleitete - eine ungewöhnliche,
aber wundervolle Kombination von Instrumenten. Dabei erwies er sich der
Musiker auch als Virtuose des Saitenistruments.
Den
Höhepunkt des Abends bildete die „Rumänische Rhapsodie“ mit einer
Passage, in der Vogelstimmen nachgeahmt werden. Hier trillerte die
Panflöte wie eine Lerche und sang wie eine Nachtigall. Zugleich
entlockte Gabriel Dorin den Saiten seiner Violine ein ganzes
Vogelkonzert.
Das Publikum bedankte sich bei den beiden Künstlern mit einem nicht
enden wollenden Applaus. Als besondere Zugabe kamen Ion Malcoci und
Gabriel Dorin einem spontanen Wunsch aus den Reihen der Zuhörer nach.
Aus dem Stegreif schlossen sie den Abend mit dem Evergreen „Amazing
Grace“. |
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